Gesundheitsversorgung

Menschen vor Profite: Pflegenotstand stoppen!

Liebe Genossin, lieber Genosse,

keiner denkt gerne daran, alt zu werden oder krank zu sein – umso wichtiger ist es, sich im Krankenhaus oder im Pflegeheim in guten Händen zu wissen. Ganzen Beitrag lesen »

Ja zur wohnortnahen Gesundheitsversorgung – Sie wollen schließen, wir sagen Nein!

Vor ca. einem Jahr wurde das Modell Landrat ohne große Diskussion durchgewunken. Dieses Modell beinhaltet die Schließung des Hauses in Gengenbach und Verlegungen vieler Abteilungen innerhalb des gesamten Klinikverbundes. Diese Verlegungen wiederum, schwächen die „kleineren“ Standorte und bereiten somit die geplante „Agenda2030“ vor. Über die „Agenda2030“ ist nur so viel bekannt, ihre Vertreter Scherer & Keller wollen am Ende nur noch 4 Kliniken in der Ortenau. Darunter 2 Neubauten, deren Finanzierung sowie die Kosten noch nicht klar sind. Das bedeutet eine massive Verschlechterung für den Zugang zur wohnortnahen menschlichen Gesundheitsversorgung hin zum Größenwahn der Gesundheitsfabrik. Wie bereits bei Modell Landrat, fehlt uns nun auch für die im Juni geplante Abstimmung die Diskussionsgrundlage für die Bevölkerung. Ein Gutachten, das den Anschein erweckt nur durch Schließung sei unser Gesundheitssystem zu retten, wird durch unkritischen Journalismus unterstützt. Somit entsteht in der Bevölkerung das Bild der Alternativlosigkeit. Wir stellen uns gegen eine schnelle und oberflächlich geführte Diskussion. Es geht hierbei um die Gesundheitsversorgung von über 420.000 Ortenauer Bürgerinnen und Bürgern. Genau diese müssen in der Diskussion gehört werden. Da nicht nur aus ihren Steuergeldern das Gesundheitssystem mitfinanziert wird, sondern wir alle direkt von Schließungen unserer Krankenhäuser betroffen sind. Am 12.06 wird der Krankenhausausschuss über den genauen Inhalt der „Agenda230“ beraten.

Um den Mitgliedern des Ausschusses zu zeigen, dass es um uns, um Menschen geht, rufen wir für den 09.06 um 14Uhr am Offenburger Busbhf. zur Demonstration auf.

Denn nur wenn wir alle gemeinsam unseren politischen Vertretern im Kreistag klar zeigen, dass unsere Stimme gehört werden muss, können wir auf die Veränderungen in unserer Gesundheitsversorgung Einfluss nehmen. Mitentscheidung ist nämlich eines der Prinzipien einer demokratischen Gesellschaft. Doch vor jeder Entscheidung muss ein offener Diskussionsprozess geführt werden, indem alle Fakten auf den Tisch kommen. Der Plan von Landrat Scherer und Christian Keller sieht eine Entscheidung noch vor der politischen Sommerpause vor. Das widerspricht unserer Vorstellung von einer politischen Interessensvertretung. Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen, für die Zukunft unserer wohnortnahen Gesundheitsversorgung.

Patient*innen & Pflegekräfte Hand in Hand!

Heute wurde das Gutachten von Lohfert & Lohfert im Kreistag vorgestellt. Selbstverständlich durfte da der Protest nicht fehlen, denn wir finden immer noch, eine gute wohnortnahe Gesundheitsversorgung kann nur aufrecht erhalten werden mit allen 9 Standorten.

Widerstand lohnt sich

Das Bündnis zum Erhalt und Ausbau aller Ortenauer Krankenhäuser ruft die Ortenauer Bevölkerung dazu auf, an der Krankenhausausschusssitzung am 19.04 um 13Uhr im großen Saal des Landratsamtes teilzunehmen. Weiterhin wird begrüßt, dass neben der Partei die Linke nun auch endlich die freien Wähler, die CDU, sowie Teile der FDP Fraktion, sich für den Erhalt und die Sicherung einer wohnortnahen Gesundheitsversorgung ausgesprochen haben. Klar ist, dass diese Mehrheit gegen die geplante Agenda 2030 nur aufgrund des massiven Widerstands in der Bevölkerung zustande kam. Das Bündnis betont, um diese Mehrheit noch zu festigen und weiter auszubauen, ist es wichtig offen seine Meinung bei Kreistagssitzungen und bei Demonstrationen kund zu tun.

Weiter gibt das Bündnis den großen Kreistagsfraktionen mit auf den Weg, die Schließung Gengenbachs rückgängig zu machen und die Umwandlung Kehls, Ettenheims sowie Oberkirchs zu Portalkrankenhäuser abzulehnen. Denn nur mit einer 24 Stunden Notfallversorgung an allen existierenden Krankenhäusern, lässt sich eine gute Gesundheitsversorgung in der Ortenau gewährleisten. Sonst bleibt es bei einem bloßen Lippenbekenntnis und der Kahlschlag an den Krankenhäusern geht weiter.

Keine Konkurenz zur den Uni-Kliniken in Freiburg

Die LINKE Ortenau betont in der Debatte um die Schließung der Krankenhäuser, dass es die Aufgabe der Landkreise in Baden-Württemberg ist, Krankheiten der Bürgerinnen und Bürger zu behandeln. Eine Fokussierung auf die Maximalversorgung in der Ortenau halten wir für unsinnig, da diese zu den Aufgaben der Uni-Kliniken gehört und nicht zu den Pflichten des Ortenau-Klinikums. Der Ortenaukreis hat die Aufgabe eine umfangreiche Basisversorgung in der Grundversorgung für seine Bevölkerung anzubieten und zu sichern. Hierzu sind die Krankenhäuser der Grundversorgung umfangreich auszustatten und mit medizinischen und pflegerischen Tätigkeiten zu beauftragen, damit das Grundrecht auf Gesundheit erfüllt werden kann. Dies muss an allen neun Standorten erfüllt werden. Wer Spezialkrankenhäuser betreiben will, benötigt das Geld aller Standorte der Grundversorgung. Deshalb besteht der Plan die Häuser der Grundversorgung zu schließen.

Das ist für die Bürgerinnen und Bürger mit großen Nachteilen verbunden, da es lange Anfahrts- und Rettungswege, sowie einen Einschnitt in der medizinischen Versorgung bedeutet. Nach langer Anfahrtszeit folgt eine lange Wartezeit und die Betreuung durch oft unterbesetztes und gestresstes Personal.

Weiterhin muss sich der Kreis auch dafür einsetzen, dass die DRGs (Fallpauschalen) abgeschafft und dass alle Krankenhäuser wieder vom Land bezuschusst werden. Denn wegen der Fallpauschale geht es bei den Behandlungen der Patienten und Patientinnen nicht um die Menschen, sondern nur um das Geld.

Bis Bund und Land aber solche Maßnahmen einleiten, um die Krankenhäuser zu stärken, muss der Kreis seiner Verantwortung beikommen und alle 9 Standorte in der Ortenau erhalten, ausbauen und mit mehr sowie besser bezahltem Personal vor allem in der Pflege ausstatten.

Video Nachtrag zur Krankenhausdemo

11. März 2018  Gesundheitsversorgung

Demonstration für den Erhalt und Ausbau der Ortenauer Kliniken

Am Samstag, den 24.02.2018, folgten 200 Menschen dem Aufruf des Ortenauer Gesundheitsbündnisses zur zweiten Demonstration gegen das Modell „Landrat“ und für den Erhalt und Ausbau der ortenauer Kliniken. Eine bunte Mischung aus Gewerkschafter*innen, Anhänger*innen der Partei Die Linke, Angestellten der ortenauer Kliniken und vielen Einzelpersonen zog lautstark durch die Offenburger Innenstadt.

Dass die Durchkapitalisierung aller Gesellschaftsbereiche auch vor der Gesundheitsversorgung nicht halt macht, ist in anderen Ländern schon längst eine Binsenweisheit und bitterer Alltag. So langsam wird diese Entwicklung auch in Deutschland schmerzhaft spürbar – für die Angestellten Ganzen Beitrag lesen »

Demonstration für den Erhalt und Ausbau der Ortenauer Kliniken!

Die Ortenauer Kliniklandschaft befindet sich im Umbruch. Im Juli 2017 beschloss der Kreistag das „Modell Landrat“, welches die Schließung des Gengenbacher Klinikums vorsieht. Desweiteren werden die Krankenhäuser in Kehl, Ettenheim und Oberkirch zu Portalkliniken umgebaut, in denen es keine stationäre Behandlung mehr geben wird. Hinzu kommt, dass die Agenda 2030 unter Leitung des Klinikgeschäftsführers Keller für die Zukunft nur noch drei bis vier statt der jetzt vorhanden neun Standorte vorsieht.

Dies ist einer der massivsten Angriffe der letzten Jahre auf unsere 
Gesundheitsversorgung – begründet mit einem angeblichen Defizit 
von sieben Millionen Euro bei den Ortenauer Kliniken. Im gleichen Jahr hat das Klinikum allerdings Rückstellungen von etwa dreißig Millionen Euro angehäuft, davon allein zwölf Millionen Euro für unbezahlte Mehrarbeit.

Seit längerem schon nimmt die Qualität in den Kliniken in ganz 
Deutschland ab, da nicht mehr der Mensch im Vordergrund steht, sondern nur noch der schnelle Profit. Es wird unnötig operiert und die Klinikbeschäftigten sind permanent gestresst, da die Stationen 
unterbesetzt sind.

Unsere Gesundheitsversorgung ist also in Gefahr. Deshalb gehen wir für den Erhalt und Ausbau der Ortenauer Kliniken auf die Straße. Wir wollen nicht, dass das Gengenbacher Krankenhaus geschlossen und die anderen zu Portalkliniken degradiert werden. Wir wollen, dass das Personal durch bessere Bezahlung und durch zusätzliche Beschäftigte entlastet wird.

Lasst uns möglichst viele sein und den Politikern zeigen, dass wir 
Ortenauer uns unsere wohnortnahe Gesundheitsversorgung nicht nehmen lassen. Noch können die Pläne zu Fall gebracht werden, da die Stimmung im Kreisrat langsam kippt. Wenn sich der Druck erhöht und die Verantwortlichen merken, dass ihre einflussreichen Mandate in Gefahr sind, können wir die Schließungen gemeinsam verhindern.

Neue Broschüre ist da!

24. Januar 2018  Gesundheitsversorgung

Die neue Broschüre des Ortenauer Gesundheitsbündnis ist da.

Wenn ihr das ganze als PDF haben wollt, dann meldet euch unter solid.ortenau@mail.com 

KUBA – GESUNDHEIT GEHT VOR PROFIT! VERANSTALTUNG & DISKUSSION AM 19.01

In letzter Zeit ist die Gesundheitsversorgung in aller Munde. Man hört von gestressten Krankenpfleger*innen, Patient*innen die krank entlassen werden oder von Krankenhäuser die aufgrund von Budgetkürzungen schließen müssen. Die Politik will uns erzählen, dass die Gesundheitsversorgung zu teuer ist und wir an allen Ecken und Enden sparen müssen.
Doch ein Land zeigt, wie es auch anders gehen kann. In Kuba wird wohnortnahe Gesundheistversorgung und Prävention groß geschrieben. Die kleine sozialistische Karibikinsel, investiert trotz Wirtschaftsboykott massiv in den Gesundheitssektor.
Das Land, hat pro Einwohner nur etwa 5% des Gesundheitsbudgets der USA zur Verfügung und kann aber bessere Gesundheitsdaten, eine der niedrigsten Kindersterblichkeitsrate und eine höhere Arztdichte als Deutschland aufweisen.
Hinzu kommt, dass über 25% der kubanischen Ärzte auf Auslandsmissionen unterwegs sind, wo sie z.B. in Afrika den Kampf gegen Ebola führten. Der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sagte 2014: „Sie sind immer die Ersten, die ankommen und die Letzten die abziehen – sie bleiben immer auch nach der Krise im Einsatz. Kuba hat der ganzen Welt eine Menge zu zeigen.“
 
Dr. med. Klaus Piel, Vorsitzender der Humanitären Cubahilfe HCH e.V., erzählt uns wie das kubanische Gesundheitssystem aufgebaut ist, welche Vorteile es bietet und was wir alles von der Gesundheitspolitik in Kuba lernen können. Die Veranstaltung startet am 19.01 um 19:30Uhr im linken Zentrum R12.