isw Sondernewsletter zur Corona-Pandemie

Inhalt: (Links im Text, nach weiterlesen)

  • Corona und die Krankenhaus-Misere – was tun?
  • De-Maskierung Spahns – China: Masken für Alle
  • Automobillobby nutzt die Corona-Pandemie – kotraproduktiv gegen Klimaschutz
  • Corona-Bonds und das Werk des Teufels
  • Corona – ein kleines Lehrstück über die Marktwirtschaft
  • Das Virus war nicht Ursache, sondern Auslöser und Verschärfer des Chrashs
  • u. a.

Kommentare & Beiträge

Stefan Jagel: Corona und die Krankenhaus-Misere – was tun?
Das aktuelle Gesundheitswesen in Deutschland ist über den Zeitverlauf der letzten Jahrzehnte durch Fallpauschalen, Unterversorgung, Privatisierungen und Profitorientierung kaputtgespart worden. Ein funktionierendes solidarisches und inklusives Gesundheitssystem würde die öffentliche Diskussion um Ausgangsbeschränkungen und anderen Eingriffen in grundlegende Freiheitsrechte in eine andere Richtung lenken. Gerade jetzt sind die politischen und sozialen Auseinandersetzungen für eine andere Gesundheitspolitik zu führen, die u. a. eine Umstellung der Gesundheitsversorgung auf volle Kostendeckung und Einhaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen für die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegesystem vorsieht.

Das aktuelle Gesundheitswesen in Deutschland ist über den Zeitverlauf der letzten Jahrzehnte durch Fallpauschalen, Unterversorgung, Privatisierungen und Profitorientierung kaputtgespart worden. Ein funktionierendes solidarisches und inklusives Gesundheitssystem würde die öffentliche Diskussion um Ausgangsbeschränkungen und anderen Eingriffen in grundlegende Freiheitsrechte in eine andere Richtung lenken. Gerade jetzt sind die politischen und sozialen Auseinandersetzungen für eine andere Gesundheitspolitik zu führen, die u. a. eine Umstellung der Gesundheitsversorgung auf volle Kostendeckung und Einhaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen für die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegesystem vorsieht.

Zum ArtikelFred Schmid: De-Maskierung Spahns – China: Masken für alle
Viele Fakten belegen den bemerkenswert unterschiedlichen Umgang mit dem die gesamte Welt bedrohenden Covid-19-Virus. Die Neuartigkeit des bisher unbekannten Covid-19-Erregers löste nach Entdeckung und virologischer Identifikation in China eine Vielzahl von ehrgeizigen Maßnahmen zur Bekämpfung der sich ausbreitenden Pandemie aus. Die in China erreichte Reduzierung der Infektionsrate durch proaktive Überwachung, schnellen Diagnose und sofortiger Isolierung der Fälle mit konsequenter Quarantäne spielte nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation eine bedeutende Rolle zum Schutz der Weltgemeinschaft. 
Das Beispiel der notwendigen Beschaffung von Mundschutzmasken, Schutzkleidung und Beatmungsgeräten in Westeuropa, einschließlich Deutschland belegt ein zögerliches Umsetzen der von der chinesischen Bevölkerung mitgetragenen ultimativen Maßnahmen, die ein Unterbrechen der Übertragungsketten leisten können.

Zum ArtikelWilly Sabautzki: Automobillobby nutzt die Corona-Pandemie – kontraproduktiv gegen Klimaschutz
Die europäischen Lobbygruppen der Automobilkonzerne, Zulieferer, Reifenhersteller und deren Handelsorganisationen setzen sich vor dem Hintergrund der Corona-Krise für eine Verschiebung der CO2 – Vorgaben der EU für die Autobranche und der drohenden Strafzahlungen der Hersteller ein. Nach aktuellen Analysen sind die C02 – Emissionen bei einem Teil der Autokonzerne sogar gestiegen. Die unter Druck geratene Profitabilität der Autokonzerne soll keinen größeren Schaden nehmen. Die erstarkten Bewegungen für Klimaschutz und eine Verkehrswende, für die Millionen Menschen weltweit auf die Straße gegangen sind, sollten im Anbetracht der Corona-Krise nicht kampflos aufgegeben werden.

Zum ArtikelRoland Charles Pauli: Corona-Bonds und das Werk des Teufels
Die Diskussion über Corona-Bonds spaltet die Eurozone. Vor allem Frankreich und die Südländer fordern diese gemeinsamen Anleihen vehement als Akt der Solidarität. Deutschland, Holland und einige andere Regierungen verweigern sich ebenso vehement. Immer mehr Menschen in den schwächeren Euro-Ländern wenden sich ernüchtert von „Europa“ ab.

Worum geht es bei diesem Streit und was sind eigentlich Corona- oder Eurobonds? Und vor allem: Warum redet man angesichts des gigantischen Geldbedarfs in der Coronakrise ständig über Kredite, Verschuldung und Kapitalmarktinstrumente – und nicht offen über Staatsfinanzierung durch die EZB? 

Zum ArtikelFranz Garnreiter: Corona – ein kleines Lehrstück über die Marktwirtschaft
Anschauungsunterricht für das Funktionieren des Wettbewerbs der freien Märkte liefert angesichts der herrschenden Pandemie das zusammengesparte Gesundheitswesen: Die Knappheit an Viren-Schutzausrüstungen verleitet, wie die SZ erläutert, die Marktstarken dazu, mit Wucherpreisen zu Profiteuren der Pandemie zu werden. 
Eine massiv geführte Diskreditierung aller marktwirtschaftskritischen Gedanken, Analysen, Überlegungen hat dazu beigetragen, dass der totale Durchmarsch und die Realität-Werdung einer neoliberalen Pro-Großkonzern-, Pro-Großkapital-, Pro-Global-Player-Ideologie gelungen ist. Die Privatisierung des Gesundheitswesens belegt auch deren Unterwerfung unter das Diktat der Profitmaximierung.

Zum ArtikelConrad Schuhler: Das Virus war nicht Ursache, sondern Auslöser und Verschärfer des Crashs
Vorabveröffentlichung aus isw-report 121: Finanzcrash, Rezession, Pandemie – Der Finanzkapitalismus befeuert die Triple-Krise.

Das Coronavirus spendierte den Zündfunken für den ultimativen Crash des Finanzkapitalismus. Eine seit einem Jahrzehnt anhaltende Überakkumulation läßt das Wertschöpfungspotential die effektive Nachfrage übersteigen. Die Industrie reagiert darauf mit einem Rückgang der Produktion. Und die Finanzstrategen, als die Vermehrer der Geldvermögen, bliesen den Ballon des fiktiven Vermögens mit weiteren Einstiegen in die Finanztitel auf. Es handelt sich um keine Coronakrise, sondern um eine Krise des Kapitalismus. Der Covid-19-Virus wirkt als Verstärker und legitimiert die belegbaren „Notstandsmassnahmen“ zum Zweck der Abwälzung der Krisenbewältigung auf die Massen der Bevölkerung.

Zum ArtikelConrad Schuhler: Wie weit noch bis zum Krieg? Die USA, China, die EU und der Weltfrieden
Chinas Spurt an die Spitze der Weltwirtschaft hat wissenschaftliche und publizistische Meinungsmacher im Westen irritiert. Der Autor untersucht ihre Argumente gegen Chinas ökonomisches und gesellschaftliches Wachstum und erläutert das chinesische Konzept vom guten Leben als Dreh- und Angelpunkt der Wirtschaftspolitik. Vorgestellt wird die »Neue Seidenstraße« als ›Globalisierung auf Chinesisch‹. Ausführlich erörtert wird die Gefahr eines »Dritten Weltkriegs« als Neuauflage der »Falle des Thukydides«, wonach ein Herausforderer den alten Hegemon der Weltordnung nur durch einen Krieg ablösen könne.

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Neue Technik macht vieles leichter. Durch WLAN wird ein Arbeiten überall und jederzeit möglich. Für viele Beschäftigte ist das Arbeiten zuhause, heute oft „Homeoffice“ genannt, mit großen Erwartungen verbunden. Lange Pendelzeiten in den Betrieb, Staus oder Benzinkosten sollen wegfallen. Viele sehnen sich so nach Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit oder einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Zum HeftRoland Charles Pauli: report 120
Boomstädte und Schrumpfregionen

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Regional ist modern. Heimatministerien sollen sich neuerdings um das Wohl der Regionen kümmern, KommentatorInnen in den Medien fordern eine Stärkung des ländlichen Raums und die Bundesregierung gründet eine „Kommission für gleichwertige Lebensverhältnisse“. Es gibt einerseits Berichte, wonach die Regionen in Deutschland und Europa auseinanderdriften und andererseits Untersuchungen von Mainstream-Wirtschaftsforschungsinstituten, die dem vehement widersprechen.

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